Öffentliche Krippen in Steyr, Oberösterreich 

(Erstellung bzw. mit Mitwirkung durch die Steyrer Krippenfreunde)

 

 

Krippenbäume in Steyr

 

Zwei Krippenbäume wurden bereits vor der Vereinsgründung im Jahre 2000 von  Steyrer Krippenfreunde unter Leitung des Krippenbaumeisters, Konsulent Josef Seidl errichtet. Ein Krippenbaum wurde bereits Ende 1993 unter Mitarbeit von Vorarlberger Krippenfreunde erbaut. Ein Krippenbaum wird alljährlich auf dem Stadtplatz neben dem künstlerischen Weihnachtsmarkt situiert und der zweite befindet sich immer beim Eingang zum Christkindlmarkt auf der Promenade. Im frühen Mittelalter wurden bereits Krippenbäume in vereinfachter Form im Vorfeld der Kirche aufgestellt, um auch jenen Personen, die den Kirchenraum nicht betreten durften, die Geburt Jesus darzustellen. Wegen ihrer Unhandlichkeit wurden die bemalten Bretter abmontiert und die einzelnen Figuren als Bretterkrippe verwendet. 

 


 

Bretterkrippe im Innenhof des Rathauses von Steyr

 

Für den Rathausinnenhof von Steyr wurde 2002 von dem Verein, „Steyrer-Krippenfreunde“, eine Bretterkrippe erstellt.

 

Die mit 17 lebensgroße Figuren erstellte Bretterkrippe ist in Anlehnung der bekannten Oberkoflerkrippe in Brixen errichtet worden. Die bemalten Bretterfiguren sind während der Adventzeit entlang der beiden Längswände im rechteckigen Innenhof des Rathauses montiert.

Die dargestellte Rundholzumrandung mit dem kleinen Dachvorsprung bei der Ge-burtsgruppe soll den Stall symbolisieren und wurde somit den in Steyr und Garsten erstellten Kastenkrippen, (Nagelschmiedkrippen) nachempfunden.

Bereits im Mittelalter wurden Krippenbäume in vereinfachter Form und Bretterkrippen  an Außenwänden von Kirchen angebracht, um auch jenen Personen, die den Kirchenraum aufgrund ihres Standes nicht betreten durften, die Geburt Jesus darzustellen. Wegen der Unhandlichkeit der Krippenbäume wurden die bemalten Bretter einfach abgenommen und als selbständige Krippe in Kirchenräume aufgestellt. Diese sind heute noch als Bretterkrippen bekannt. Der Steyr Tourismusverband bestimmte diese Krippendarstellung als Ausgangspunkt für alle Kripperlroasen durch Steyr.

Weitere Bilder von der Bretterkrippe im Innenhof des Rathauses Steyr


 

Jägerkrippe am Teufelsbach-Wasserfall in Steyr - Wehrgraben

 

SIegfried Jäger war ein Bewohner des Wehrgrabens und hobbymäßiger Krippenbauer. In manchen Banken und Gasthäusern hatte er schon ausgestellt. Zu Neujahr 1996 ernannte ihn der damalige BM Hermann Leithenmayr aufgrund seiner Tätigkeit zum „Steyrer Krippenbaumeister“ und erteilte ihm den Auftrag, eine Krippe mit lebensgroßen Figuren für den romantischen Platz unter dem Teufelsbach zu bauen. Nur mit dem Arbeitsbeginn zog es sich dann noch bis September hin. Das Magistrat stellte jedenfalls Stromanschluss und Baumaterial bei. Jäger Siegi begann dann im Einmannbetrieb in einem ehemaligen Luftschutzkeller, nach und nach kamen Männer aus der Szene dazu.

Die erste Werkstatt war hinter der alten Notschlafstelle in der Dukartstraße, dann wurde in den Schlossparkpavillon übersiedelt und zuletzt in die Gaswerkgasse. Nach Siegi Jägers Tod war auch dort keine Bleibe mehr. Eigene Werkstatträume standen nun nicht mehr zur Verfügung. Die Krippe selbst hatte auch so ihre Geschichte: zunächst gab es nur die Heilige Famile, später kamen Tiere dazu. Ein weißer Hubertushirsch, der auf einer Insel im Teich stand, war lange die Sensation. Ein Hochwasser hat allerdings sein Ende besiegelt.

 

Der Leiter der Notschlafstelle hatte Herrn Jäger versprochen, die Krippe unter dem Namen „Jägerkrippe“ zu erhalten. Seit 2004 wird die Jägerkrippe von der Notschlafstelle als Ganzjahresprojekt geführt. Schon allein das Aufstellen und Abbauen bedarf immer wieder einiger Mühe und Kreativität, dazu kommen notwendige Reparaturarbeiten und kleine neue Elemente, die jährlich ergänzt werden. 2005 wurden die Krippenfiguren unter der Leitung einer engagierten Betreuerin von den Bewohnern der Notschlafstelle in professioneller Manier generalsaniert.

Parallel zur Krippe gibt es ein „Weihnachtsstanderl“, das dazu dient, das Krippenprojekt zu unterstützen. Postkarten, Weihnachtsbillets und viele „liebe Dinge“, die von den BewohnerInnen der Notschlafstelle handgefertigt werden, werden zum Kauf angeboten, ebenso Gemälde und Werkstücke des Haus- und Hofmalers Kleksi.

 

Ein Besuch der Jägerkrippe lohnt sich zu jeder Tages-und Nachtzeit!

 


 

Bethlehemkrippe  im städtischen Museum von Steyr

 

Kann zur Zeit wegen des Umbaus des Museums für die Landesausstellung 2021 nicht besichtigt werden.  

 

 

2001 erhielt die Stadt Steyr anlässlich des Abschlusses der Städtepartnerschaft mit Bethlehem diese Krippe, welche zu den größten in Bethlehem geschnitzten Darstellungen aus Olivenholz zählt. Der Krippenstall selbst hat ein Gewicht von ca. 170 kg und die Figuren wiegen zwischen 5 bis 10 Kilogramm. 
Eine Nachbildung vom Stern von Bethlehem, dessen Original sich in der Geburtskirche in Bethlehem befindet, ist ebenfalls ein Geschenk unserer Partnerstadt. Der Stern erinnert symbolisch an die Geburt von Jesus Christus. 

 


 

Weihnachtskrippe auf dem Stadtplatz von Steyr

 

 

 

Die Krippe am Stadtplatz wurde von den Mitgliedern der Steyrer Krippenfreunde gegen Ersatz der Materialkosten im Jahre 2005 für den Tourismusverband Steyr angefertigt.

 

Leider gibt es noch immer Vandalen, die die einzelnen Figuren beschädigen ober verunstalten.

 

Hier wird das Jaghornblasen, das Kindersingen und deren Theateraufführen an den  Adventabenden durchgeführt.

 

Bilder von der Weihnachtskrippe auf dem Stadtplatz